Frauen in die Politik

Jünger und weiblicher müssen wir werden – so die Meinung der politischen Parteien.

Das schaffen wir nur, wenn sich junge Frauen für Politik interessieren und sich aktiv einbringen. Ich habe es mir zum Ziel gesetzt dafür zu werben, dass sich Frauen politisch engagieren. Nur wenn wir Frauen uns bewegen, können wir etwas für unsere Zukunft tun.

Seit nunmehr über 10 Jahren bin ich Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Nach lang gesammelter Erfahrung in den Gremien der Partei, darf ich mich als Stadtverordnete seit Juni 2019 auch für die gesamte Seestadt Bremerhaven engagieren und damit selbst als junge Frau mitbestimmen.

Meine Motivation

Bereits in der Grundschule war ich Schulsprecherin – mein Wunsch jeher ist es Menschen bei der Bewältigung ihres Lebens zu unterstützen. Auch im Rahmen meines Studiums an der Universität Bremen habe ich mich aktiv in der Fachschaft und darüber hinaus im Fachbereichsrat eingebracht. In dieser Zeit wurde durch meinen Mitbewohner meine Wohnung mit Eintrittsformularen gepflastert, so dass mir nichts Anderes überblieb, als auch SPD-Mitglied zu werden. Seitdem bin ich in meinem Ortsverein aktiv und etwas später auch regelmäßig bei der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen dabei. Hier bin ich seit Mai 2017 Vorsitzende und kümmere mich um frauenpolitische Belange.

Ich selbst bin das, was wir als SPD einfordern – ein Kind des Arbeiterkreises. Mein Vater ist gelernter Baumaschinist und arbeitet in einem Getriebewerk, meine Mutter ist gelernte Großkantinenköchin und aktuell in der Papierindustrie tätig. Beide haben mich immer dazu ermutigt meine eigenen Wege zu gehen und meine Berufswahl selbst zu treffen sowie die Chance zu nutzen und zu studieren. Dank BAFÖG war mir dieser Weg auch finanziell möglich. Heute bin ich als Psychologin tätig und helfe im Job jungen Menschen, ihre Berufswünsche zu verwirklichen. Zudem möchte ich mich auch politisch dafür einzusetzen, dass jungen Menschen ein sozialer Aufstieg gelingt und jeder Mensch würdige Bedingungen für ein selbstbestimmtes Leben vorfindet.

Meine politischen Schwerpunkte

Meine gewählten politischen Schwerpunkte ergeben sich aus meinen persönlichen Erfahrungsbereichen. Ich freue mich darüber, dass ich mich innerhalb der SPD-Fraktion als Sprecherin für Jugend, Familie und Frauen einsetzen darf und zudem in den Auschüssen die Themen Schule und Kultur, Gesundheit sowie Arbeit und Soziales vertreten und damit mitgestalten kann.

Als ASF-Vorsitzende setze ich mich seit mehreren Jahren bereits für die Belange von Frauen jeden Alters ein. Mit meinem Vorstandsteam habe ich mir ein Netzwerk zu Ämtern, Vereinen und Institutionen aufgebaut, welches wir stetig erweitern. Natürlich machen wir uns zusammen mit unseren Netzwerkpartnern für frauenpolitische Themen stark – von der Flexibilisierung der Kinderbetreuungsangebote über den Erhalt von Beratungs- und Unterstützungsangeboten hin zur finanziellen Absicherung der Familienzentren haben wir viele erstrebenswerte Ziele, um Familien und Frauen auf dem politischen Feld zu unterstützen. Als Sprecherin für den Bereich Jugend, Familie und Frauen freue ich mich über den Rückhalt meiner Arbeitsgemeinschaft.

Als Diplompsychologin bin ich in meinem bisherigen Berufsleben in mehreren Berufsfeldern tätig gewesen – in der Betreuung psychisch Kranker, in der Kinder- und Jugendhilfe in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen (z.B. dem Jugendamt, dem ReBUZ Bremerhaven sowie Trägern der Familienhilfe) und aktuell im Arbeitsmarktbereich. Hier bin ich vorrangig zur Unterstützung und Beratung von Lernbehinderten im Rahmen integrativer rehaspezifischer Ausbildungen tätig, darüber hinaus bin ich aber gerne angefragt durch meine KollegInnen, um in anderen Projekten auszuhelfen oder beratend tätig zu sein. Aus diesem Arbeitsfeld kenne ich die Belange von Benachteiligten und habe Einblick in Förderprojekte des kommunalen Arbeitsmarktes. Als Ausschussmitglied im Bereich Arbeit und Soziales kann ich Ideen einbringen, um die alltäglichen Schwierigkeiten in der Qualifizierung, der beruflichen Bildung sowie im Sozialsystem für alle Beteiligten zu minimieren.

Im Ausschuss für Schule und Kultur möchte ich mich als großer Musical-Fan und Mitglied im Theater-Förderverein sowie aufgrund meiner beruflichen Erfahrungen in der Reintegration unbeschulbarer SchülerInnen für die Verbesserung der personellen und sachlichen Ausstattung der inklusiven Schulen in Bremerhaven sowie für den Erhalt des 3 Sparten-Theaters inklusive des JUPs einsetzen.

Weiterhin liegt mir der Bereich der Gesundheit am Herzen – denn nur wer psychisch und physisch in der Lage ist, sein Leben zu gestalten, kann selbstbestimmt leben. V.a. die Versorgung psychisch Erkrankter – hier insbesondere hinderlich die langen Wartezeiten auf Therapieplätze – ist für mich nicht ausreichend gestaltet. Nun ist dies kein alleinig kommunales Thema, aber trotzdem zeigt mir die Arbeit im Bereich der Gesundheits- und Rehabilitationspsychologie, dass wir vor Ort Hilfesysteme erhalten und ausbauen sollten. Auf kommunaler Ebene kann ich mich im Gesundheitsausschuss dafür einsetzen, dass Beratungsangebote und Selbsthilfevereine finanziell abgesichert werden und Aufklärungskampagnen der Stigmatisierung entgegen wirken. Zudem ist es für mich unabdingbar, dass wir Frauen uns für sexuelle Selbstbestimmung einsetzen und wir für ein Recht auf wohnortnahe Gesundheitsvorsorge und medizinische Behandlung einstehen.

Meinen persönlichen Ausgleich, um selbst gesund zu bleiben, finde ich in meinem Kleingarten. Auch in diesem Bereich habe ich mich als junger Mensch für verantwortliche Positionen zur Verfügung gestellt. Ich bin Vorstandsmitglied im Kleingärtnerverein Bremerhaven-Lehe e.V. und Beisitzerin im Grünen Kreis. Wir müssen uns in Bremerhaven für den Erhalt von Naherholungsgebieten einsetzen, damit neben dem schnellebigen Alltag Entspannungsmöglichkeiten vor Ort verankert bleiben.

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